Freitag, 23. Juni 2017

Wie Hotels in 6 Schritten professionell Newsletter erstellen



Ein Gastbeitrag von Michelle Büchler*

Viele Hoteliers sind der Meinung, dass Newsletter zu viel Aufwand und zu wenig Ertrag bedeuten. Zumindest der zweite Teil lässt sich leicht widerlegen. So hat beispielsweise DMA im Jahr 2015 eine Untersuchung zum Thema ROI im Newsletter Marketing veröffentlicht. Dabei kam heraus, dass für jeden für Newsletter Marketing ausgegebenen Dollar durchschnittlich ein Umsatz von 38 Dollar rausspringt. Durchschnittlich! Soll bedeuten, dass professionell erstellte Newsletter noch ein sehr viel grösseres Potential haben. McKinsey wiederum hat aufgezeigt, dass E-Mail-Marketing nach wie vor rund 40 Mal rentabler ist als Facebook und Twitter zusammengezählt. 


Professionell Newsletter erstellen - viele Vorteile für die Hotellerie


Gerade in der Hotellerie bringen Newsletter zu viele Vorteile, als dass Sie das Thema ignorieren sollten:

  • Sie können Ihre Gäste persönlich ansprechen und mit Ihnen kommunizieren - damit erhöhen Sie die Chance auf Direktbuchungen und Kundentreue
  • Newsletter sind wenig kostenintensiv
  • Freie Zimmerkapazitäten können Sie direkt an Stammgäste vergeben (z.B. ein Private Sale für die Hochsaison)
  • Zusatzleistungen wie Halbpension, Wellness, Restaurantreservierung, Upsells lassen sich bewerben

Auch die grossen Buchungsplattformen versenden professionelle Newsletter. Dafür segmentieren sie ihre Empfängerlisten nach Interesse und vorgängigem Verhalten und sprechen die Gäste so persönlich an. Sie täuschen ein Gefühl von Nähe vor. Dabei sind SIE es, die Ihre Gäste persönlich kennen. Wieso sollte eine anonyme Buchungsmaschine Ihre Gäste besser abholen können als Sie selbst? 

Die wichtigsten Schritte um einen Newsletter zu erstellen


Ja, professionell Newsletter erstellen bedeutet ein gewisser Initialaufwand, das lässt sich nicht leugnen. Danach aber hält sich der Aufwand in Grenzen. Damit Sie sich nicht verzetteln und zu viel Zeit mit Unwichtigem verlieren, stelle ich Ihnen die wichtigsten Schritte vor:

  1. Adressen generieren. Denken Sie dabei an alle möglichen Berührungspunkte, die Sie mit Ihren Gästen haben (Webseite, E-Mail-Kommunikation, Reservationsbestätigung, Rezeption, Restaurant, Zimmer, etc.). Geben Sie ihnen überall dort eine Möglichkeit, sich für Ihren Newsletter anzumelden. Erklären Sie Ihren zukünftigen Abonnenten, was der Vorteil davon ist, Ihren Newsletter zu erhalten. Diese Vorteile sollten natürlich aus Sicht der Gäste gesehen werden.
  2. Empfänger segmentieren. Nicht alle Ihre Gäste sind gleich. Teilen Sie sie nach Interessensgruppen auf. Handelt es sich um einen Stammgast? Um einen zufriedenen Ausflügler, der allenfalls seinen Freunden von Ihnen erzählen könnte? Um einen Geschäftsreisenden? Um ein verliebtes Pärchen? Um eine Familie?
  3. Newsletter gestalten. Leiten Sie den Leser dorthin, wo Sie ihn haben wollen - normalerweise ist das Ihre Webseite. Versetzen Sie sich in den Leser hinein: Es gibt diejenigen, die gleich zur Sache kommen möchten. Für diese setzen Sie einen Button (Call-To-Action bzw. CTA) direkt in den oberen Bereich. Für die etwas Zögerlichen, die erst weiter lesen möchten, setzen Sie weiter unten einen zweiten CTA. Achten Sie auf den Text der beiden Buttons - weiter oben können Sie ruhig etwas direkter sein ("Jetzt buchen") während Sie weiter unten auf etwas sanftere Töne setzen sollten ("Weitere Informationen").
  4. Inhalt erstellen. Stimmen Sie den Inhalt auf das Interesse ab. Wieso hat sich der Gast für Ihren Newsletter angemeldet, was verspricht er sich davon? Bedenken Sie Private Sales, Anlässe in der Umgebung, Saisonalitäten, Auszeichnungen, die Sie erhalten. Stimmen Sie die Newsletter auch auf den Anreisezeitpunkt ab: Kurz vor Anreise sind viele Gäste gerne bereit, noch eine Zusatzleistung in Anspruch zu nehmen. Da interessieren Sie sich auch für Ihre Menükarte oder die Wettervorhersagen. Generell sollten Sie versuchen, jedem Newsletter einen Mehrwert für den Gast beizufügen und sich nicht nur auf die Werbetrommel fokussieren. Kein Gast hat gerne das Gefühl, dass Sie nur auf sein Portemonnaie aus sind.
  5. Newsletter versenden. Achten Sie auf den Versandzeitpunkt. Ein privat Reisender liest Ihren Newsletter allenfalls eher in seiner Freizeit, während der Geschäftsreisender ihn während der Büroöffnungszeiten öffnen wird.
  6. Statistiken auswerten. Lernen Sie aus den Statistiken! Ein professionelles Newsletter Tool gibt Ihnen Zugriff auf allerlei Daten. Nutzen Sie diese, um Ihre Gäste noch besser kennenzulernen und beim nächsten Mal noch abgestimmter anzusprechen!

Weitere Details und viele zusätzliche Ideen, wie Sie Ihre Gäste zu Newsletter-Empfängern machen und daraus für sich und sie einen Mehrwert schaffen, finden Sie im entsprechenden Artikel im Mailify Blog.

* Michelle Büchler ist International Development Manager bei Mailify. Hier finden Sie ihr LinkedIn-Profil


Dienstag, 7. März 2017

Hotel Marketing: Organische Suche




Im letzten Blog-Beitrag ging es um die Relevanz der Suchmaschinen im Hotelmarketing. Dieses Mal geht es darum, was unbezahlte oder sogenannte organische Suchergebnisse sind und wie gute Inhalte auf Ihrer Hotel-Website die Position in diesen Ergebnissen beeinflusst.

Relevanz ist wichtig

Wenn ein Nutzer etwa bei Google eine Suchanfrage z.B. nach einem Hotel in Adelboden startet, dann erhält er eine oder mehrere Seiten mit Suchresultaten, sogenannte SERPs (Search Engine Result Pages). Die organischen Ergebnisse erscheinen in der Regel im Zentrum einer solchen Seite. Hierbei handelt es sich um Resultate, bei welchen die Suchmaschine die grösste Übereinstimmung oder Relevanz für den jeweiligen Nutzer ermittelt hat.

Auf einer solchen Seite erscheinen aber auch bezahlte Suchergebnisse oder Anzeigen. Die Auflistung in der organischen Suche ist hingegen kostenlos. Am oben genannten Beispiel sieht das konkret wie folgt aus:

Bezahltes Suchresultat. Quelle: www.google.ch, 07.03.2017

Organisches Suchresultat. Quelle: www.google.ch, 07.03.2017


Wie schaffen Sie es jetzt, mit Ihrem Hotel in organischen Suchergebnissen besser positioniert zu erscheinen? Indem Sie die Inhalte auf der Website optimieren. Denn das Hauptziel von Suchmaschinen ist es, dem Nutzer den für ihn relevantesten Inhalt zu liefern. Erkennt die Suchmaschine, dass Sie genau die Produkte und Dienstleistungen anbieten, welche der User sucht, erscheinen Sie in den Suchresultaten weiter oben.

Suchmaschinenoptimierung (SEO)

Diese Optimierung bezeichnet man auch als Suchmaschinenoptimierung oder kurz SEO (von engl. Search Engine Optimization). Mit guter SEO helfen Sie Suchmaschinen, die Inhalte Ihrer Website besser zu verstehen und zu finden. Deshalb unterscheidet man bei SEO auch zwei Zielgruppen: Die User und die Suchmaschinen.

Doch worauf müssen Sie achten? Auf qualitativ hochwertige und relevante Inhalte. Wenn also jemand nach "Zimmer" sucht, kann es gut sein, dass die Person ein Hotelzimmer sucht. Genauso gut kann es aber sein, dass sie die Ausstattung für ein neues Schlafzimmer sucht. Es wäre also sinvoller, statt allein auf den Begriff "Zimmer" etwa auf "Zimmer buchen" oder "Hotelzimmer" zu optimieren. So erhöhen Sie die Chance, bei relevanten Suchanfragen in organischen Suchresultaten zu erscheinen.  Sorgen Sie für relevante Inhalte, damit die Nutzer auch auf Ihr Suchresultat klicken.

Vergessen Sie nicht: Im Gegensatz zu Anzeigen zahlen Sie bei organischen Suchergebnissen zwar nichts für den Klick. Allerdings ist SEO ebenfalls aufwändig und braucht Ressourcen.

Dienstag, 7. Februar 2017

Suchmaschinen - ein wichtiger Kanal im Hotelmarketing

Suchmaschinen wie Google, Bing, Baidu, Yandex, etc. haben sich in den letzten Jahren rasant weiterentwickelt. Die Suchmaschinen setzen hochkomplexe Computerprogramme ein, um eine riesige Anzahl von Websites im Internet zu durchforsten. Die meisten Suchmaschinen funktionieren ähnlich, wobei die Qualität des Algorithmus stark variiert. Dies schläg sich in der Qualität der Suchresultate nieder.



Keywords / Suchanfragen


Möchte ein Nutzer ewas finden, so gibt er ein Wort oder eine Wortkombination ein. Dies nennt man dann in der Fachsprache "Keyword" - egal, wie viele einzelne Wörter es umfasst. Die Suchmaschine vergleicht diese Suchanfrage mit allen Seiten, die sie mal gescannt hat und zeigt die Ergebnisse auf einer Resultateseite an. Diese werden auch SERPs genannt (Search Engine Result Pages).

Das Ziel ist es, möglichst gute bzw. relevante Ergebnislisten zu erstellen. So sollte der Nutzer das finden, was er gerade gesucht hat. Meist werden nicht nur Websites angezeigt, sondern auch Einträge zu lokalen Einträgen - etwa in Google My Business. Oder Bilder, Karten (z.B. Google  Maps) oder Videos.

Wieso ist das für Sie und Ihr Hotel wichtig? Nun: Wenn ein User etwa nach "Hotel in XY" sucht, dann könnte Ihr Hotel in der Trefferliste erscheinen. Denn Suchbegriffe, die in Suchmaschinen eingegeben werden, zeigen das Interesse von Nutzern an Produkten oder Dienstleistungen, die Sie vielleicht anbieten.

Deshalb sollten Sie in Suchmaschinen gefunden werden. Sie erreichen damit interessierte Nutzer. Und das möchten Sie doch eigentlich, oder nicht? Am liebsten natürlich auf der ersten Seite. Lassen Sie aber die Finger von Anbietern, welche Ihnen Platzierungen auf der ersten Seite garantieren!

Relevanz von Suchmaschinen-Marketing

Im Jahr 2015 wurden gemäss eMarketer weltweit über 170 Milliarden Dollar in Online-Werbung investiert - fast die Hälfte davon in Suchmaschinenwerbung. Das bedeutet nicht, dass Sie das gesamte Online Marketing-Budget Ihres Hotels in Suchmaschinenmarketing investieren sollen. Aber sie sollten diesen Kanal auf jeden Fall in Ihre Marketingstrategie miteinbeziehen.

Donnerstag, 5. Januar 2017

Unternehmensziele mit Ihrer Hotelwebsite erreichen

Versuchen Sie einmal, sich in Ihren Website-Besucher hineinzuversetzen. Welche Erwartungen haben Sie? Werden diese Ansprüche erfüllt? Auch Ihre Gäste haben eine Erwartungshaltung. Worauf müssen Sie achten?


Telefonnummer auf jeder Seite

Wie bereits im letzten Blog-Beitrag erwähnt, muss die Telefonnummer Ihres Hotels gut sichtbar sein - und zwar auf jeder Seite Ihrer Website. Wenn bei einem potentiellen Gast Fragen auftauchen oder er lieber per Telefon statt über eine Buchungsmaschine buchen will, dann soll er das von jedem beliebigen Ort auf der Website tun können.

Versuchen Sie auch hier, sich in die Überlegungen Ihrer Gäste hineinzuversetzen: Die Buchung eines 3-Sterne Business-Hotels für eine einzige Nacht erfolgt oftmals online. Der Grund: Wenn die Seite Ihres Hotels mit den richtigen Inhalten gefüllt ist, so erübrigen sich meist weitere Fragen.

Etwas anders sieht es bei anspruchsvolleren Produkten oder im Freizeit-Bereich aus: Vielleicht hat der Gast noch Fragen zum Verpflegungsangebot, will einen Tisch reservieren oder eine Massage buchen? Das ist online nur selten möglich. Eine lange E-Mail zu schreiben ist auch zu mühsam. Ein Telefonanruf ist hier wohl die am häufigsten gewählte Variante der Kontaktaufnahme.

Heben Sie die Telefonnummer auf der Website hervor und fordern Sie den Website-Besucher dazu auf, Ihr Hotel anzurufen. Zum Beispiel mit dem Hinweis "Rufen Sie uns an".

Kontaktinformationen 

Weitere Kontaktangaben sollte ebenfalls gut auffindbar sein. Hier empfiehlt sich eine eigene Rubrik oder ein separater Reiter in der Hauptnavigation. Es kann gut sein, dass Ihre Besucher als Erstes auf die Kontaktdaten zugreifen möchten.

Vor allem in Businesshotels ist festzustellen, dass ab dem frühen Nachmittag die Zugriffe auf die "Anreise"-Seite stark zunehmen - aufgrund von Gästen, welche die Anfahrtsroute suchen. Machen Sie Ihre Gäste glücklich, indem Sie einen Routenplaner oder eine Anfahrtsskizze in die Website integrieren.

Interessen der Gäste

Wonach könnten Ihre Website-Besucher sonst noch suchen? Nach Ihren Zimmerpreisen? Oder nach attraktiven Pauschalen? Suchen sie nach Qualitätsgütesiegeln oder Gästebewertungen? Achten Sie darauf, dass diese Elemente leicht zu finden sind. So bringen Sie die Bedürfnisse Ihrer Gäste und Ihre Unternehmensziele in Einklang.

Informationen zum Userverhalten auf Ihrer Website liefern Analyse-Tools wie etwa Google Analytics. Die Daten können Ihnen helfen, Ihre Website noch besser auf die Gästebedürfnisse auszurichten.


Website-Content

Als Content wird der Inhalt einer Website bezeichnet. In den Texten auf der Website sollte doch mehr stehen als reine Verkaufsargumente. Auf Fachbegriffe, welche vom Gast nicht verstanden werden, sollte so weit als möglich verzichtet werden. Dasselbe gilt für Eigenlob. Bedenken Sie, dass der Gast von heute bestens informiert ist uns sich sowieso auf Bewertungsportalen ein eigenes Bild von Ihrem Hotel macht.

Erklären Sie dem interessierten Besucher stattessen, wie Sie mit Ihren Produkten seinen Bedürfnissen gerecht werden. So können Inhalte ansprechender und attraktiver - oder eben hilfreicher - vermittelt werden. Nutzen Sie eine gut verständliche Sprache, nicht zu blumig, sondern alltagstauglich. Erzählen Sie mit Ihren Inhalten eine Geschichte, das ist persönlicher. Nutzen Sie dazu allenfalls auch Bewertungen von ehemaligen Gästen (Testimonials). Oder warum eigentlich nicht gleich ein Video mit Statements von Ihren Gästen?

Vergessen Sie nicht: Im Internet zählt jede Sekunde. User werden nicht lange auf Ihrer Website bleiben. Texte werden überflogen oder gar nicht gelesen. Darum sind Bilder, Titel und eine klare Navigation extrem wichtig. So finden die Nutzer die Informationen, die sie suchen - bevor sie die Website wieder verlassen. Schauen Sie also unbedingt auf die Bedürfnisse Ihrer Gäste.

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