Donnerstag, 8. Januar 2015

Eigenbrand AdWords für Hotels

Es klingt ein wenig komisch und ziemlich sicher kommt die Frage auf: "Wieso soll ich bei Google AdWords mit meinem eigenen Hotelnamen schalten, wenn ich sowieso auf Platz 1 gelistet werde?" Nun, dafür sprechen eigentlich zwei Gründe.

1. Grund: Google's Anzeige der Suchresultate


Google hat im Frühjahr 2014 die Gestaltung der Anzeigen überarbeitet. War es früher so, dass die oberen drei Anzeigen - über den organischen Suchergebnissen - auf einem gelben Hintergrund angezeigt wurden, werden sie heute mit einem gelben Vermerk "Anzeige" versehen. Es scheint, als würden die Anzeigen so vom User weniger als Werbung wahrgenommen wie vorher. Ein Beispiel:




Abbildung: Screenshot auf google.ch beim Suchbegriff "hotel zürich", 12.10.2014, 13:40 Uhr

 Die oben geschalteten AdWords nehmen bei den meisten Bildschirmen einen Grossteil der Fläche ein, was dazu führt, dass die organischen Suchresultate sehr weit unten dargestellt werden bzw. teilweise sogar gescrollt werden muss, um diese zu sehen. Dies erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass User auf die Werbungen der grossen OTA's (Online-Reisebüros wie z.B. Booking.com, Expedia, etc.) klicken anstatt auf die organischen Suchresultate.


2. Grund: OTA's werben mit Hotelnamen

Die Buchungsportale schalten übrigens auch mit Ihrem Hotelnamen Werbung (sog. "Brand Bidding"). Auch wenn der potentielle Gast explizit das Hotel sucht, sieht er oder sie erst einmal Werbungen von Buchungsportalen. Hier kommt dann wieder der erste Grund zum Tragen: Die Wahrscheinlichkeit, dass der User auf eine Werbung der OTA's klickt, ist relativ gross - auch wenn Ihr Hotel zuoberst in den organischen Suchresultaten erscheint.

Warum also nicht selber Anzeigen schalten, wenn jemand nach Ihrem Hotel sucht? Wegen der Kosten? Fakt ist: Die Klickkosten bei Eigenbrand-Kampagnen sind relativ bescheiden. Dafür erhöht sich Ihre Sichtbarkeit beim User. Natürlich bucht nicht jeder gleich das Hotel auch auf Ihrer Webseite, aber die Wahrscheinlichkeit ist grösser. Und so können sie Kommissionen sparen. Man rechne: Bei Klickkosten von CHF 0.50 und einer Konversionsrate von 5% kostet sie jedes verkaufte Zimmer 10 CHF. Und wie hoch ist die Kommission, die Sie den OTA's pro verkauftes Zimmer im Durchschnitt bezahlen?

Übrigens: Die Konversionsrate ist stark abhängig von der Usability (Benutzerfreundlichkeit) und dem Inhalt der Webseite (Bilder, Texte) und der eingesetzten Buchungsmaschine.

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