Montag, 13. Oktober 2014

Produktinnovation in der Hotellerie: Die "Don'ts"

Ein Teil des Produktmanagements, welches in einem früheren Beitrag thematisiert wurde, ist auch die Produktinnovation. Das St. Galler Managementmodell unterscheidet hier in Optimierung (Produktmanagement) und Erneuerung (Produktinnovation). Die Grenzen sind - vor allem im Dienstleistungsbereich - schwierig zu ziehen und verlaufen fliessend.

Innovation ist abhängig von verschiedenen Aspekten

Gemäss dem St. Galler Modell stehen sowohl die Optimierung als auch die Erneuerung in Abhängigkeit zur Unternehmenspolitik, der Strategie, den Strukturen und zur Unternehmenskultur. Diese Punkte entscheiden im Wesentlichen, wie leicht oder schwer sich ein Unternehmen mit Innovation tut. Im Folgenden finden Sie eine Zusammenstellung von Dos und Don'ts.

Innovation in der Hotellerie: Don'ts

Wieso gibt es so viele Hotels, die sich schwer damit tun, innovativ auf dem Markt aufzutreten? Einige Gründe:

  • "Das haben wir schon immer so gemacht": Viel gehört, oftmals geht hier ein falsches Verständnis von Sicherheit mit einher. Hat es bis jetzt immer funktioniert, dann funktioniert es auch in der Zukunft. Ein kleiner Überlegungsfehler, denn die Menschen und deren Wünsche und Ansprüche haben sich in den letzten Jahren dramatisch verändert. Diesen gilt es gerecht zu werden, ansonsten verliert man den Anschluss und ist nicht mehr marktfähig.
  • Steile Hierarchien: Steile Hierarchien haben meist den Nachteil, dass alles sehr lange dauert. Das führt dazu, dass nicht schnell (genug) reagiert werden kann, was in der heutigen schnelllebigen Zeit zu einem Nachteil werden kann. Flexibilität ist gefragt, in allen Belangen. Zudem werden gute und innovative Ideen von der Basis durch die vielen Instanzen hin und zurück oftmals derart verwässert, dass sich die Umsetzung dann meist alles andere als innovativ oder spektakulär erweist. Bei guten und innovativen Mitarbeitern kann dies mittelfristig zu Frustration und damit zum Stellenwechsel führen, was sich wiederum negativ auf den Betrieb auswirkt. 
  • Null-Fehler-Kultur: Innovation ist immer mit "Ausprobieren" verbunden. Ergo auch mit Fehl- und Rückschlägen und somit Risiken. In einem Betrieb mit einer Null-Fehler-Kultur trauen sich die Mitarbeiter nicht, etwas auszuprobieren, was schief gehen könnte. Also werden auch keine Innovationen hervorgebracht, was sich mittel- bis langfristig auf die Wettbewerbsfähigkeit des Hotels auswirkt.
  • Vorgesetzte, welche sich mit Vorschlägen von Mitarbeitenden profilieren: Sollte es ja eigentlich nicht mehr geben, ist aber leider immer noch sehr verbreitet. Was passiert? Der Mitarbeiter fühlt sich übergangen und veräppelt und wird sich künftig hüten, weitere Vorschläge zu machen. Eine verpasste Chance, den Betrieb weiterzubringen. 


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